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Was ist TauroLock™? |
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TauroLock™ ist eine Katheter-Block-Lösung für tunnelierte und nicht-tunnellierte Gefäßzugangs- und Portsysteme zur Vermeidung von Katheter-assoziierten Infektionen und Katheter-Durchflussproblemen. |
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Was sind die die Inhaltsstoffe von TauroLock™? |
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TauroLock™ enthält ein Taurolidin-Derivat (Cyclo-Taurolidin) als antimikrobiellen Bestandteil und 4 % Citrat, um die Durchgängigkeit zu erhalten. |
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Warum soll ich TauroLock™ verwenden? |
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Zur Vermeidung von Infektionen in Katheter- und Portsystemen. Heparin hat nur eine antikoagulative Wirksamkeit, jedoch keine bakterizide Eigenschaft. So kann die Kontamination des Katheters mit nur einem Keim zur Bakteriämie führen. Der prophylaktische Gebrauch von TauroLock™ verhindert die Ausbildung eines Biofilms und verbessert dadurch die Durchgängigkeit des Katheters bzw. Ports. |
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Welche Nebenwirkungen von TauroLock™ sind bekannt? |
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Es sind weder topische, noch systemische Nebenwirkungen der antimikrobiellen Bestandteile bekannt. Bei zu schneller Appilkation in die Blutbahn können aufgrund des Citratgehaltes (Citratgehalt: 4%) milde hypocalcämische Effekte (z.B. metallischer Geschmack) auftreten. |
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Wie wird TauroLock™ verwendet? |
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1. Spülen Sie das Gefäßzugangssystem mit 10 ml physiologischer Kochsalzlösung.
2. Entnehmen Sie TauroLock™ mittels einer geeigneten Spritze aus dem Gefäß.
3. Instillieren Sie eine genügende Menge TauroLock™ in das Gefäßzugangssystem, um den Hohlraum des Katheters aufzufüllen. Das jeweilige Füllvolumen ist in den Herstelleranweisungen angegeben. TauroLock™ verbleibt bis zur nächsten Behandlung in dem Zugangssystem.
4. Vor Beginn der nächsten Behandlung sollte TauroLock™ - soweit dies sinnvoll und möglich ist - aspiriert werden. |
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Was passiert, wenn TauroLock™ in den Körper des Patienten injiziert wird? |
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Die Halbwertszeit des antimikrobiellen Bestandteils im Körper beträgt weniger als 30 Minuten. Der Abbau führt zur bereits natürlich im Körper vorkommenden Aminosäure Taurin. Es sind daher keine toxischen Effekte, für den Fall einer unbeabsichtigen Injektion, bekannt bzw. zu erwarten. |
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Wie soll ich mich verhalten, wenn TauroLock™ vor der nächsten Behandlung nicht mehr aspiriert werden kann? |
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TauroLock™ kann ohne Risiko langsam (d.h. 1 ml pro 5 sec bei Erwachsenen und 1 ml pro 10 sec bei pädiatrischen Patienten) in die Blutbahn des Patienten injiziert werden. |
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Ist TauroLock™ zugelassen? |
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TauroLock™ ist ein Medizinprodukt mit CE-Registrierung und kann überall in Europa verkauft werden. |
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Wie kann man TauroLock™ bestellen? |
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Exklusiver Vertrieb erfolgt in Deutschland durch die Tauro-Implant GmbH, Winsen. Bezugskonditionen und ein Bestellformular sind in der Rubrik Download "Formulare" hinterlegt. |
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Welche Bestellmenge von TauroLock™ ist möglich? |
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Die Mindest-Bestellmenge beträgt bei TauroLock™-Ampullen mit 3 ml Volumen 5 Ampullen (eine Verpackungseinheit). Bei Ampullen mit einem Füllvolumen mit 5 ml 10 Ampullen (eine Verpackungseinheit).
TauroLock™-Vials haben je ein Füllvolumen von 10 ml. Die Mindest-Bestellmenge beträgt 100 Vials (eine Verpackungseinheit). TauroLock™-U25.000 Vials haben ebenfalls eine Mindestbestellmenge von 5 Vials. |
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Gibt es weitere spezielle Formulierungen bei hartnäckigen Durchgängigkeitsproblemen? |
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TauroLock™- Hep100 enthält zusätzlich 100 IU/ml Heparin zur Verbesserung der Durchgängigkeit. Im TauroLock™- Hep500 sind sogar 500 IU/ml Heparin zugemischt.
Die Ampullen haben je ein Füllvolumen von 5 ml (Verpackungsgröße: 10 Ampullen mit je 5 ml Füllvolumen). Die Mindest-Bestellmenge beträgt 10 Ampullen (eine Verpackungseinheit).
TauroLock™- Sol wurde speziell für die parenterale Ernährung entwickelt. Das Produkt wurde so modifiziert, dass Lipidablagerungen im Katheter verhindert bzw. beseitigt werden können. |
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Schadet TauroLock™ dem Katheter? |
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Die Wirkung von TauroLock™ auf verschiedene Kathetermaterialien (Polyurethan, Silikon) wurde untersucht. Alle Kathetertypen blieben auch im Langzeitversuch unbeschädigt. |
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Warum liegt der Citratgehalt nur bei 4 %? Wäre ein höherer Citratgehalt nicht besser für die Antikoagulation? |
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Ein Citratgehalt von 4 % ist u.a. von der amerikanischen Zulassungsbehörde empfohlen. Die FDA hat im Zusammenhang mit einem Todesfall empfohlen, ein Produkt mit höherem Citratgehalt (Tricitrasol, 46,7 %) nicht mehr zu verwenden.
Auch in Holland wurde bei Überinstillation von weniger als 1 ml pro Lumen einer 30%iger Citratlösung in zwei Fällen ein Herzstillstand ausgelöst (Punt CD, Boer WE, Cardiac arrest following injection of concentrated trisodium citrate, Clinical nephrology 2008,69 (4), 317-318). |
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Ich verwende bisher Heparin als Locklösung. Kann ich ohne Probleme auf TauroLock™ umsteigen? |
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Bei der Verwendung von TauroLock™ in vormals Heparin-geblockten Kathetern kann es in seltenen Fällen zu einer Reduktion des Flusses kommen. Der Hersteller empfiehlt daher die Zugabe von 0,5 ml Heparinlösung (5000 IU/ml) zum TauroLock oder den Einsatz von TauroLock™-HEP500 (PZN: 5961448). Dann werden diese Probleme nicht beobachtet. Bei der Verwendung von TauroLock™ in neuen Kathetern bzw. von vormals Citrat-geblockten Kathetern treten diese Probleme nicht auf. |
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Wie kann ich das Zumischen von Heparin verhindern ? |
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Der Hersteller hat die Produkte TauroLock™- Hep100 und TauroLock™- Hep500 (100 bzw. 500 IU/ml Heparin) entwickelt.
Diese Produkte enthalten neben dem Citrat (4%) auch Heparin als Antikoagulanz.
Das vorherige Zumischen von Heparin zu TauroLock™ vor der Instillation in den Port/Katheter entfällt. |
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Wann verwende ich TauroLock™- Hep100 und TauroLock™- Hep500 ? |
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Im Grundsatz entscheidet der Arzt unter Berücksichtigung seiner bisherigen Erfahrung mit Heparin-Lösung.
Die bisherigen Erfahrungen mit TauroLock™- Hep -Produkten zeigen
jedoch, dass z.B. in der Dialyse eine Heparin 5000 IU/ml-Lösung problemlos mit einer TauroLock™- Lösung ersetzbar ist, d.h. der Verbrauch von Heparin drastisch reduziert werden kann.
TauroLock™- Hep500 ist somit in der Dialyse die erste Wahl, während TauroLock™- Hep100 in der Hämatologie/Onkologie oder bei pädiatrischen Patienten primäre Verwendung findet. |
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Wie lange ist die Verweildauer von TauroLock™ im Katheter? |
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Die Verweildauer von TauroLock™ im Katheter unterscheidet sich aufgrund der vergleichbaren Dichte nicht von der Verweildauer von Heparin oder niedrig konzentrierter Citratlösung.
Im Vergleich zu hoch konzentrierten Citratlösungen, welche aufgrund ihrer hohen Dichte kontinuierlich in die Blutbahn emittiert werden, ist die Verweildauer höher.
Das Produkt ist im Katheter für mindestens drei Monate stabil. |
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Lassen sich aus einem mit TauroLock™ geblockten Katheter, ohne Verfälschung des Ergebnisses, Gerinnungsanalysen entnehmen? |
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Ja! Nach der üblichen Aspiration und Verwerfen der Locklösung wird der Katheter mit NaCl angespült und mehrfach mit der 10 ml Spritze Blut aspiriert und reinjiziert. Anschließend 1,5 ml aspirieren und verwerfen, danach die Gerinnungsprobe ent- nehmen. Selbst wenn sich geringste Spuren von Citrat im Katheter befinden sollten, so beeinflusst dies nicht das Ergebnis der Analyse, da das Entnahmeröhrchen selbst mit einer 3,13 % Citrat-Lösung gefüllt ist. Einige Labore verwenden auch höhere Citratkonzentrationen für die Proben.
Im Gegensatz dazu führt das Blocken mit Heparin grundsätzlich - trotz intensiver Spülung - zu einer relevanten Kontamination, die v. a. für die Überwachung der Patienten mit Marcumar-Therapie bei der Testung der INR als äußerst problematisch zu betrachten ist (mögliche Unterdosierung durch verfälschte Verlängerung der INR). Bei Heparin-Lock muss der Patient daher an einer peripheren Vene punktiert werden. |
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